Sri Lanka
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Reiseberichte: 10

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Unser Reisebericht über Sri Lanka

Wenn es um das nächste Reiseziel geht, wandert unser Blick regelmäßig nach Südostasien. Lange Zeit ist unser Blick dabei über ein kleines und eher selten bereistes Paradies auf Erden hinweg gewandert: Sri Lanka. Dabei hat das Land viel zu bieten: traumhafte Strände, Nationalparks, Teeplantagen, kulturelle Sehenswürdigkeiten mit Tempeln und Dagobas, eine einzigartige Tierwelt und vieles mehr. Folglich entschlossen wir uns dazu, im Februar 2014 den Flieger nach Colombo, der Hauptstadt Sri Lankas, zu besteigen.

Unsere Reiseroute durch Sri Lanka

Start- und Endpunkt unserer Reise war Colombo. Von dort reisten wir die Küste entlang weiter in den Süden und zogen anschließend in Richtung Landesmitte weiter.

Unsere Stationen waren:

Colombo // Bentota // Galle // Weligama // Tangalle // Ella // Kandy // Sigiriya // Anaradhapura // Kandy // Colombo

Für diese Strecke hatten wir zwei Wochen eingeplant. Wenn ihr auch den Osten des Landes sowie den (aktuell noch immer in Folge des Bürgerkriegs unruhigen) Norden bereisen möchtet, solltet ihr auf jeden Fall mehr Zeit mitbringen. 3-4 Wochen kann man in Sri Lanka auf jeden Fall verbringen, ohne dass einem langweilig wird.

Colombo: Start und Endpunkt unserer Reise

Unser Flug brachte uns zu später Abendstunde in die Sri Lankische Hauptstadt. Da wir etwas außerhalb des Stadtzentrums in einem kleinen Hotel unterkamen, verzichteten wir darauf, die Stadt näher zu erkunden. Unsere Routenplanung sah es vor, dass wir bereits am nächsten Morgen weiterreisen wollten: Mit dem Zug sollte es für uns Richtung Bentota gehen. Die Zugfahrt entlang der Küste ist traumhaft, und obwohl wir keinen Sitzplatz bekamen, genossen wir die Fahrt.
Zugfahrt entlang der Küste Colombo Bentota

Colombo erkundeten wir in den letzten Nächten vor unserem Abflug. In der Stadt stehen noch einige sehr schöne alte Gebäude, beispielsweise das nicht mehr genutzte Cargills Kaufhaus. Auch entlang der Küste sowie in den Parks lassen sich schöne Stunden verbringen.

Traumhafte Strände warten in Bentota

Traumhaft schön und menschenleer: So lassen sich die Strände Bentotas beschreiben.
bentota sri lanka beach

Doch bei aller Schönheit mahnen vereinzelte vom Tsunami 2004 zerstörte Häuser entlang der Küstenlinie, welch zerstörerische Kraft Wasser haben kann. Einen Ausflug wert ist der „Brief Garden„, den wir auf eigene Faust mit dem Roller ansteuerten.

Von Bentota ging es für uns weiter ins quirlige Galle, einem unserer persönlichen Sri Lanka Highlights.

Galle darf auf keiner Sri Lanka Reise fehlen

Die Infrastruktur mit Bus und Bahn ist in Sri Lanka sehr gut, weshalb diese beiden Optionen für uns ein stetiger Begleiter waren. Für die Weiterreise nach Galle wählten wir den Bus, der uns zentral in der Stadt absetzte. Von dort waren es nur wenige Minuten, um unser kleines Zimmer direkt innerhalb des Galle Fort zu beziehen.
Moschee in Galle

Die kleinen Gassen des Forts versprühen einen ganz eigenen Charm und sind unser persönliches Sri Lanka Highlight. In den Straßenzügeln findet man viele Gelegenheiten zum Verweilen, auch wenn sich die angebotenen Waren durchaus und auf den Tourismus ausgelegt sind. Zu den Highlights der Altstadt gehört der Leuchtturm, die Fort-Mauer und die Moschee.
Leuchtturm Galle

Im Umkreis von Galle wartet der Ort Unawatuna darauf, entdeckt zu werden. Nachdem man den auf dem Berg wartetenden Buddah besucht hat, empfiehlt es sich, am Strand eine Stärkung einzunehmen.

Weiter entlang der Küste

Von Galle führte uns der Weg über Weligama weiter nach Tangalle. Während Weligama ein kleines Surferparadies ist und entlang der Küstenlinie Fischer ihrer Arbeit nachgehen, hatte Tangalle nicht so viel zu bieten.

Weligama

Beide Stationen erreichten wir wiederrum mit dem Bus. Weil von Tangalle aus weitere Hotelgäste Richtung Ella aufbrechen wollten, schlossen wir uns diesen an und begaben uns in einem Kleinbus auf den Weg. Die Strecke durch die Berge bietet einige tolle Aussichten und am Kiruwananaganga Wasserfall stoppten wir etwas länger.

Bahnhof in Ella

Ella selbst ist ein kleines Dorf, das vor allem für die Zugverbindung durch die Highlands entlang der Teeplantagen nach Kandy bekannt ist, aber auch für Trekking-Fans ein lohnenswertes Ziel darstellt.

Mit dem Zug von Ella nach Kandy

Die Fahrt entlang der Teeplantagen können wir sehr empfehlen. Auch wenn wir das Pech hatten, in einem sehr vollen Zug zu sitzen.

Zug Ella Kandy

Der Zug windet sich immer wieder um die Berge, die aus einem nicht mehr zu enden scheinenden Meer aus Teeplantagen zu bestehen scheinen. Nach ungefähr sechs Stunden erreichten wir unser nächstes Ziel: Kandy.

Teeplantage Sri Lanka

Kandy bietet mehr als den Zahntempel

In Kandy nahmen wir uns eine Unterkunft in der Nähe des Zahntempels, den man auf jeden Fall besuchen sollte. Dort wird ein Zahn Buddahs aufbewart, den man zwar nicht selbst sehen kann, aber den Schrein, in dem dieser aufbewahrt wird.
zahntempel kandy sonnenuntergang

Weitere Highlights in Kandy waren das buddhistische Museum sowie der kleine Garnisonsfriedhof (Kandy Garrison Cemetery). In Kandy deckten wir uns auch mit typischen Sri Lankaischen Gewürzen und natürlich Tees ein, bevor es weiter nach Dambulla und Sigiriya ging.

Sigiriya und Dambulla: Im „Cultural Triangle“

Von Kandy aus brachen wir nach Norden auf und machten zuerst Stopp in Dambulla. Um ins „Cultural Triangle“ zu gelangen, besorgten wir uns einen Fahrer und planten eine Übernachtung ein.

Höhlentempel Dambulla mit Buddahs

Die Zeichnungen an den Deckenwänden des Höhlentempels von Dambulla sind absolut sehenswert, doch der Aufstieg ist durchaus beschwerlich. Noch am selben Tag machten wir uns auf zum Löwenfelsen von Sigiriya.
Sigiriya Felsen
Von der ehemaligen Königstadt ist bis auf Ruinen nicht mehr viel geblieben. Das macht Sigiriya aber nicht weniger imposant! Auf dem Weg entlang der Felswand nach oben warten die „Wolkenmädchen“ auf einen Besuch.
Wolkenmädchen Sigiriya
Zwar sind nur noch wenige der Wandmalereien erhalten, doch es ist erstaunlich, wie gut diese erhalten sind. Nachdem wir das Löwentor passiert hatten und neben uns Affen spielerisch leicht den beschwerlichen Aufstieg meistern, erwartete uns auf dem Löwenfelsen ein traumhafter Rundumblick.

Sigiriya Löwentempel

Anuradhapura als Abschluss unserer Reise

Am nächsten Tag ging es weiter nach Anuradhapura, wo wir unter anderem den ältesten Baum der Welt, Dagobas sowie die Ruinen alter Königsstätten besichtigten.

Anuradhapura Buddistische Statuen

Von Anuradhapura ging es für uns zurück nach Kandy und von dort aus wieder (mit dem Zug im „Observation Wagon“) zurück nach Colombo.

Was Sri Lanka noch geboten hätte

Zwei Wochen haben wir uns für die Erkundung Sri Lankas freigenommen und wir hätten noch weitere zwei Wochen bleiben können. Entlang unserer Reiseroute hätten beispielsweise die Nationalparks „Yala“ und „Udawalawe“ gelegen, in denen unter anderem Leoparden und Elefanten leben, und im Süden können Blauwale (in der Nähe von Mirissa) betrachtet werden.

Leider ist der Trubel rund um die größten Säugetiere der Welt sehr groß, weswegen wir befürchten, dass die Wale demnächst weiterziehen werden. Wir hoffen sehr, dass touristische Interessen und das Wohlbefinden der Wale bald besser in Einklang gebracht werden.

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