Sri Lanka

Von Höhlentempeln und Wolkenmädchen

31. August 2015 | ⌚ Lesedauer: ca. 3 Minuten
Sigiriya Löwentempel

Von Kandy aus wollten wir weiten gen Norden nach Sigiriya und Anuradhapura reisen. Um Zeit und Nerven zu sparen, suchten wir uns einen Fahrer. Wir vertrauten auf die Empfehlung des Lonely Planet und buchten bei Blu Haven Tours in Kandy einen fahrbaren Untersatz samt Fahrer für zwei Tage. Kostenpunkt: 20.000 LKR (ca. 130 EUR), wobei Eintrittspreise und Übernachtung nicht inbegriffen waren.

Sigiriya

Dambulla: Der erste Stopp

Am nächsten Tag holte uns unser Fahrer Suresh pünktlich um 07:00 Uhr von unserem Hotel ab. Unseren ersten Stopp legten wir 72 km nördlich von Kandy in Dambulla ein. Warum in Dambulla? Das geschäftige Städtchen ist bekannt für seine 2.000 Jahre alten buddhistischen Höhlentempel, die seit 1991 zum Weltkulturerbe der UNESCO gehören. In fünf zum Teil bemalten Grotten sind etliche Buddha-Figuren zu finden, liegend sitzend oder stehend.

Buddha-Figuren soweit das Auge reicht.

Doch der Weg in die Höhlen ist beschwerlich, denn die Tempelanlage liegt auf einem felsigen Bergrücken. Bei bereits 30 Grad am frühen Vormittag kostete es uns einige Anstrengung, die mehreren hundert Treppen zu den Höhlentempeln hinaufzusteigen. Doch wir wurden nicht enttäuscht: wunderschöne Muster in den Farben gelb, rot und blau zieren die Höhlenwände und unzählige Buddha-Figuren sind über die Höhlen verteilt. (Eintritt: 1.500 LKR, ca. 10 EUR)

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Weiter geht es nach Sigiriya

Unser nächstes Ziel für den Tag war Sigiriya. Pünktlich zur Mittagshitze erreichten wir unsere Unterkunft in der Nähe des Monoliths und legten ein kleines Päuschen ein. Wir mussten schließlich Kräfte für den bevorstehenden Aufstieg der 200m hohen Felsenfestung sammeln, die ebenfalls zum UNESCO Weltkulturerbe zählt.

Gegen 15:00 Uhr machten wir uns auf den Weg. Für happige 30 USD pro Nase stand uns nun der Weg nach oben frei. Schon der Weg bis zum Fuß des Berges vorbei an den (verfallenen) Königlichen Gärten und dem Felsgarten war kein Zuckerschlecken. Doch das Schlimmste stand uns noch bevor: Unzählige Treppenstufen und ein ca. zweistündiger Aufstieg.

löwenfels sigiriya

Die Wolkenmädchen von Sigiriya

Nach der Hälfte des Weges wartete ein Highlight in einem Felseneinschnitt auf uns: die unglaublich schönen Zeichnungen der Wolkenmädchen. Die sagenumwobenen barbusigen Schönheiten stammen aus dem 5. Jahrhundert und wurden aus Pflanzen- und Erdpigmenten auf eine Putzschicht aufgetragen. Leider sind von den ursprünglich 500 Wolkenmädchen nur noch 22 erhalten. Allein dafür hatten sich der (halbe) Aufstieg und die 30 USD schon gelohnt. Wir hätten die Wandmalereien noch stundenlang bewundern können, doch der Fels rief.

Wolkenmädchen Wolkenmädchen Sigiriya Wandmalereien Sigiriya wolkenmädchen sigiriya

Also bissen wir noch mal die Zähne zusammen und erreichten schließlich ein Plateau mit zwei großen Löwenpranken. Wir hatten es fast geschafft! Zu unserer linken und rechten sprangen Affen die Felsen hoch – wenn uns der Aufstieg doch auch so leicht gefallen wäre, wie den kleinen behaarten Kletterkünstlern!

Nach ein paar weiteren Stufen kamen wir oben an. Dort erwarteten uns die Fundamentreste einer Palastanlage und eine grandiose Rundum-Aussicht. Überall sattes Grün durchzogen mit Flüssen und graue Berge am Horizont. Sogar eine riesige weiße Buddha-Statue konnten wir inmitten der Landschaft erkennen. Wir ruhten uns aus und genossen die traumhafte Aussicht.

Abends gönnten wir uns noch ein kleines Abendessen und fielen völlig dann erschöpft unter unsere pinkfarbenen, muffigen Moskitonetze.

Aufstieg Sigiriya

Treppe Sigiriya

Sigiriya

Aussicht Sigiriya

Aussicht Sigiriya

Aussicht Sigiriya

Aussicht Sigiriya

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