Sri Lanka

Sri Lanka mit allen Sinnen: Unser Fazit

6. September 2015 | ⌚ Lesedauer: ca. 3 Minuten
Mädchen in Kandy

{Gesehen}: menschenleere Strände und Schildkröten in Bentota, Ruinen vom Tsunami 2004 an der West- und Südküste, die paradiesische Gartenanlage Brief Garden nahe Kalawila, mondsteinfarbenes Wasser in Unawatuna, malerische Gässchen in Galle, Stelzenfischer bei Weligama, Fischerboote und die Insel Taprobane in Weligama, das Hochland von Sri Lanka auf dem Weg von Tangalle nach Ella, ein Krokodil und Affen in Tangalle, Teeplantagen auf der Zugfahrt von Ella nach Kandy, den Zahntempel in Kandy, unzählige bemalte Buddhas in den Höhlentempeln von Dambulla, wunderschöne Wolkenmädchen in Sigiriya, den heiligen Bodhi-Baum sowie Ruinen, Mondsteine und Dagobas in Anuradhapura

{Gehört}: Rauschen des Indischen Ozeans an der Küste, singhalesische Popmusik im Bus, Mönchsgesänge und das Lachen fröhlicher Kinder in Kandy

{Geschmeckt}: tägliches Rice & Curry mit Limettensaft (das beste Rice & Curry gab es im Mama’s Galle Fort Roof Café), Fisch direkt am Strand von Unawatuna bei Sonnenuntergang, Eis und frisch gepresste Säfte (im AVM Cream House in Weligama)

{Gefühlt}: frei wie ein Vogel und relaxed an den Stränden Bentotas, euphorisch beim Flanieren durch die hübschen Gassen Galles, flau im Magen beim Weg über die Serpentinen von Tangalle nach Ella, wie eine Sardine im Zug von Ella nach Kandy, spirituell im Zahntempel in Kandy, informiert im wunderbaren Buddhismus-Museum in Kandy, begeistert beim Anblick der Wolkenmädchen auf halber Höhe des Sigiriya Rocks, erschöpft und glücklich nach dem Aufstieg zum Sigiriya Rock, erfreut über die Pflanze Touch-me-not und den Anblick von buddhistischen Nonnen in orangefarbenen Gewändern rund um die weißen Dagobas in Anuradhapura, Ehrfurcht beim Anblick des heiligen Bodhi-Baums in Anuradhapura

{Gefahren}: mit dem Roller in Bentota, mit dem offenen Zug von Colombo nach Bentota an der Küste entlang, mit dem Zug von Ella nach Kandy durch das Hochland von Sri Lanka und von Kandy nach Colombo, mit dem Van über die Serpentinen von Tangalle nach Ella, mit  dem Auto (und Fahrer) von Kandy nach Dambulla, Sigiriya und Anuradhapura und zurück nach Kandy

{Gedacht}: Zug- und Busfahren ist sehr günstig und einfach, die wunderschönen Strände um Bentota sind zum Glück (noch) menschenleer, generell gibt es sehr wenig Roller-Verleihe, zum Glück haben wir bald die Serpentinen hinter uns, hier aussteigen wird schwierig (nach dem Riesen-Andrang von Reisenden in den Zug in Kandy), wir möchten mehr über den Buddhismus erfahren (im Zahntempel in Kandy), wie wunderschön sind bitte die Wolkenmädchen?, ich brauche eine Pause (beim Aufstieg des Sigiriya Rocks), die Eintrittspreise für Dambulla, Sigiriya und Anuradhapura sind unverhältnismäßig teuer, ich will nicht unter dem muffigen Moskito-Netz schlafen, die Abzock-Methoden sind in Sri Lanka fortgeschrittener als in Südostasien

{Gekauft}: Blumen für den Zahntempel in Kandy, Gewürze auf dem Markt in Kandy, Schlafkissen und SPA Ceylon Produkte bei Barefoot in Colombo

{Gesammelt}: Unter dem folgenden Link findet ihr unsere Sri Lanka Reiseberichte. Srilanka-insider.de hält weitere Urlaubsinformationen und Reisetipps über Sri Lanka bereit.

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7 Kommentare

  • Reply Margarethe R. 7. Februar 2016 at 18:28

    Hey Kathleen, erstmal toller Bericht. Ich habe ein paar Fragen: Wie hast du das Reisen in Sri Lanka (und Myanmar, wenn ich schon dabei bin zu fragen) als Frau erlebt? Wurdest du respektiert? Ich bin 20 Jahre alt und habe vor nun selbst loszuziehen (wobei eben genannte Orte zu meinen Zielen gehören), weiß aber nicht, ob es sich wirklich empfiehlt, als junge Frau in Länder in denen die Frauen eine eher wenig geachtet Stellung hat, alleine zu reisen. Vielleicht kannst du mir da eine realistische Einschätzung geben? Trifft man auch auf Hilfsbereitschaft oder wird man viel ausgenommen?
    Wäre super dankbar für ein paar Tipps,
    Grüße Margarethe

    • Reply Kathleen 7. Februar 2016 at 20:31

      Liebe Margarethe,

      vielen lieben Dank. Ich finde es toll, dass du so jung schon die Welt bereisen möchtest.
      Im Vergleich ist das Alleinreisen als Frau in Myanmar (wie in Südastasien generell) etwas einfacher als in Sri Lanka. In Südostasien wirst du als allein reisende Frau äußerst selten von Männern belästigt (dann muss es schon ein sehr unglücklicher Zufall sein). Generell sind die Menschen in Myanmar sehr freundlich und hilfsbereit. Am besten du kaufst dir dort einen Longyi (eine Art langer Rock), bedeckst deine Schultern und trägst Tanaka (eine Art Sonnenschutz und gleichzeitig Make-Up). Dann hast du die Herzen der Myanmaren schon erorbert und viele werden dich anlächeln und sich freuen, dass du ihre traditionelle Kleidung und ihr Make-up trägst.
      In Sri Lanka ist es schon etwas schwieriger als allein reisende Frau unterwegs zu sein. Ich habe zu Studentenzeiten ein 3-monatiges Praktikum in Indien absolviert und wurde als gefühlt einzige weiße Frau in den Straßen Bangalores von den Männern angestarrt und manchmal sind sie mir leider auch gefolgt. Dann musste ich lauter werden, sodass sie damit aufhörten. In Sri Lanka war ich mit Stephan unterwegs. Dort wurde ich fast nie von Männern angestarrt. Jedoch mag das anders sein, wenn du dort allein unterwegs bist. Generell empfehle ich dir, ganz besonders in Sri Lanka, dich konservativ zu kleiden (knöchellanger Rock, weites T-Shirt und ein luftiges Tuch um die Schulter) und eine Sonnenbrille zu tragen, um Blickkontakt mit den Männern zu meiden und die übliche Vorsicht walten zu lassen, die du auch in jedem anderen Land der Welt walten lassen würdest. In öffentlichen Verkehrsmitteln ist es am besten, wenn du dich neben Frauen setzt. Abends solltest du es vermeiden allein am Strand entlang zu spazieren. Mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit triffst du in Hostels andere nette Backpacker(innen), mit denen du dann Strecken zusammen bereisen kannst und aus denen Freundschaften entstehen können. Ich wünsche dir auf jeden Fall eine wunderschöne Reise. Und ja, als Reisende wirst du auch oft etwas mehr bezahlen ;) Aber das gehört dazu :)

      Liebe Grüße
      Kathleen

  • Reply Rossi 8. Februar 2016 at 13:51

    Wow, ein schöner und bunter Reisebericht. Wir werden auch bald dieses Land bereisen.
    Ich bin schon wahnsinnig gespannt!

    Viele Grüße, Rossi

  • Reply Ramona John 30. April 2016 at 19:06

    Hallo Kathleen, danke für die interessanten und aussagekräftigen Eindrücke deiner Reise nach Sri Lanka. Wir wollen Ende Juli diese tolle Insel besuchen…ich bin mir aber nicht sicher, ob Unawatuna immer noch so attraktiv ist…mittlerweile überlaufen? Neubauten nach dem Tsunami?…wir wollen ganz individuell RUNTER KOMMEN:-)…letzte Frage: wie ist Regenzeit an der Westküste zu verstehen…wenn Sri Lanka immer gehen soll???
    Liebe Grüße von Ramona und Andreas

    • Reply Kathleen 5. Mai 2016 at 23:06

      Hallo Ramona und Andreas,

      vielen Dank :) Ihr habt euch ein tolles Reiseziel ausgesucht.

      Zu euren Fragen: Im Vergleich zu den Stränden rund um Bentota ist Unawatuna auf jeden Fall touristischer. Leider wurden dort die Hotels nach dem Tsunami zum Teil direkt am Strand bis ans Wasser gebaut. Wenn ihr also Abgeschiedenheit und einsame Strände sucht, empfehlen wir euch, an die Ostküste zu fahren und euch einen Roller auszuleihen.

      Sri Lanka ist ein ganzjährig attraktives Reiseziel, weil zwei Monsunwinde das Klima beeinflussen. So sind die Reisebedingungen zwischen November und März (Nordostmonsun) an der Süd- und Westküste optimal, während zwischen Mai und Oktober (Südwestmonsun) der Norden und die Ostküste weitesgehend trocken bleiben.

      Wir wünschen euch eine wunderbare Zeit in Sri Lanka!

      Liebe Grüße
      Stephan und Kathleen

  • Reply Heike Bartzsch 3. September 2016 at 10:51

    Hallo Kathleen,
    wirklich informativer Reisebericht, der mich auch sinnlich auf die Reise einstimmt. Wir- zu viert- wollen Anfang Oktober nach Sri Lanka starten und haben uns eine ähnliche Route überlegt. Wie kompliziert ist es die Verbindungen mit Bus und Bahn vor Ort zu erfahren, z.B. habe ich noch keine rechten Infos über die Verbindungen vom Süden (Matara oä) ins Hochland gefunden…, Habt Ihr Fahrer, Unterkünfe vorgebucht oder vor Ort geschaut? Du schriebst zB, daß die Orientierung auf dem Weg von Colombo Richtung Galle nicht ganz einfach war- das hatte ich mir noch als unkompliziertsten Teil der Reise vorgestellt :) Liebe Grüße Heike

    • Reply stephan 4. September 2016 at 22:52

      Guten Abend Heike,

      mit Bus und Bahn zu fahren ist einfach, wenn man weiß, wann der Bus (in etwa ;)) kommt und wo er abfährt. Wir haben uns entweder durchgefragt oder von unserer Unterkunft dorthin begleiten lassen.

      Wir haben unsere Unterkünfte immer einen Abend vor der Weiterreise gebucht, da wir nicht sonderlich viel Lust darauf hatten, vor Ort nach einer Unterkunft zu schauen. Das geht aber natürlich auch. Einen Fahrer haben wir nur für die Strecke nach Anuradhapura und Sigiriya Rock benötigt. Den haben wir uns ebenfalls am Vorabend organisiert.

      Wegen der Orientierung: Meinst du vielleicht die Zugfahrt von Colombo nach Bentota? Da war es die Herausforderung, dass wir nicht wussten wo wir gerade sind und welcher Stopp als nächstes kommt – und auch keine Ahnung hatten, wie lang die Fahrt dauert :) Unter http://www.eservices.railway.gov.lk/schedule/homeAction.action?lang=en lässt sich das aber herausfinden.

      Wir wünschen euch eine schöne Reise & eine gute Zeit!
      Kathleen & Stephan

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