Österreich

Zehn Tipps für ein Wochenende in Wien

13. September 2015 | ⌚ Lesedauer: ca. 6 Minuten

Wien ist, wenn euer Taxifahrer die Fahrt vom Flughafen zum MuseumsQuartier gutgelaunt mit den Worten Da gemmas an beginnt. Wien ist, wenn ihr den Begriff Fiaker wie selbstverständlich als Synonym für Pferdekutsche und für die Bestellung der österreichischen Kaffee-Spezialität verwendet. Wien ist, wenn ihr in der Bäckerei Der Mann euer Brot kauft. Und Wien ist, wenn ihr bei gutem Wetter auf den bunten Enzis im MuseumsQuartier chillt. Hach Wien, wir mögen dich!

Über den Naschmarkt spazieren

Naschmarkt 1060 Wien

U1, U2, U4 Karlsplatz

Der Naschmarkt zwischen Linker und Rechter Wienzeile ist eine echte Institution. Auf dem größten Markt in Wien entdeckt ihr ein riesiges Angebot an frischen und farbenfrohen Lebensmitteln wie Obst, Gemüse, Backwaren, Fisch und Fleisch aus aller Herren Länder. Dazwischen findet ihr kleine Lokale und Buden, die bis Mitternacht geöffnet haben und internationale Köstlichkeiten anbieten. Lasst euch treiben und probiert auch mal, was die Händler euch anbieten. Sie sind nicht enttäuscht, wenn ihr dann nichts kauft. So herrlich entspannt.

Naschmarkt Wien Naschmarkt Naschmarkt Wien Naschmarkt

Im Neni schlemmen

Neni 1060 Wien, Naschmarkt 510

Montag bis Samstag 08:00 bis 23:00 Uhr

U1, U2, U4 Karlsplatz

Das 2009 auf dem Naschmarkt eröffnete Neni ist bis weit über die Grenzen Österreichs für seine orientalische Küche bekannt. Wir frühstückten unter der Woche bei strahlendem Sonnenschein draußen und bestellten u.a. das Frühstück für zwei (Fruchtsalat, Labane-Frischkäse, hausgemachte Marmelade, Butter, Rührei mit Schnittlauch, Pastrami, Brotkorb, Limonana) für 18 EUR. Sehr lecker!
Neni Wien Neni Wien Neni Wien Neni Wien Frühstück

Die Jugendstilhäuser auf der Linken Wienzeile bewundern

U4 Kettenbrückengasse

Für meine bezaubernde Kollegin Charlotte, eine waschechte Wienerin, ist die schönste Straße in Wien die Linke Wienzeile. Ganz besonders mag sie den Abschnitt im Bereich des Naschmarkts. Dort wird einiges fürs Auge geboten: prachtvolle Jugendstilhäuser, die von dem bedeutenden österreichischen Architekten Otto Wagner errichtet wurden.

Linke Wienzeile Linke Wienzeile Linke Wienzeile Linke Wienzeile

Im Weltmuseum den Blick nach oben richten

Weltmuseum Heldenplatz, 1010 Wien

U2 Museumsquartier, U3 Herrengasse // 1, 2, D Burgring // 2A, 57A Burgring

Eigentlich ist das Weltmuseum derzeit aufgrund von Umbauarbeiten bis Herbst 2017 geschlossen. Dennoch hatten wir die Möglichkeit, den hübschen Eingangsbereich, der im Rahmen eines Pop-Up Stores genutzt wurde und somit öffentlich zugänglich war, zu begutachten. Die schönsten Details befinden sich rund um das hübsche Glasdach.

Weltmuseum Wien

Im Palmenhaus frühstücken

Palmenhaus Burggarten 1, 1010 Wien

Montag bis Donnerstag 10:00 bis 24:00 Uhr

Freitag 10:00 bis 01:00 Uhr

Samstag 09:00 bis 01:00 Uhr

Sonntag, Feiertag 09:00 bis 23:00 Uhr

U1, U2, U4 Karlsplatz // D, J, 1, 2 Burgring

Im Palmenhaus frühstücken, wie toll ist das bitte? Unter Palmen bekommt ihr in diesem wunderschönen Jugendstil-Bau bis 13:00 Uhr verschiedene Frühstückskreationen. Wir entschieden uns für das Wiener Frühstück (6,40 EUR) und eine Wiener Melange (3,70 EUR). Unter der Woche ist es morgens nicht schwierig einen Tisch zu bekommen. Am Wochenende strömen jedoch Wiener und Touristen gleichermaßen in das hübsche Lokal und dann heißt es: warten.

Palmenhaus Wien Palmenhaus Wien Palmenhaus Wien Palmenhaus Wien Palmenhaus Frühstück Palmenhaus Frühstück Palmenhaus Wien

Den Konditoren im Café Demel zuschauen

Café Demel Kohlmarkt 14, 1010 Wien

Täglich 09:00 bis 19:00 Uhr

U3 Herrengasse

Falls ihr euch gerade in einem anderen Café den Bauch vollgeschlagen habt und am Café Demel vorbeikommt, dann schaut trotzdem rein. Nicht um zu essen, sondern um die Schauzuckerbäckerei zu sehen. Im Demel könnt ihr nämlich zuschauen, wie die versierten Konditoren in der Backstube des bekannten Traditionscafés die köstlichsten Zuckerbäcker-Kreationen zaubern.

Demel Schauzuckerbäckerei Demel

Feine Details am Stephansdom entdecken

Stephansdom Stephansplatz 3, 1010 Wien

Montag bis Samstag 06:00 bis 22:00 Uhr

Sonn- und Feiertag 07:00 bis 22:00 Uhr

U3 Stephansplatz

Wenn ihr den Stephansdom zu ersten Mal seht, werdet ihr wahrscheinlich von seinen bunten Dachziegeln in Zick-Zack-Form begeistert sein. Doch schaut euch auch die kleinen feinen Details an den Fassaden an.

Fassade Stephansdom Fassade Stephansdom

Konditoreikreationen im Café Sacher genießen

Hotel Sacher Philharmoniker Str. 4, 1010 Wien

Täglich 08:00 bis 00:00 Uhr

U1, U2, U4 Karlsplatz // 1, 71, D Kärntner Ring, Oper

Der Andrang vor dem Café Sacher ist groß und bis ein Tisch frei wird, kann es ein wenig dauern. Doch das Anstehen lohnt sich. In stilvollem Ambiente bekommt ihr den Klassiker, ein Stück Sachertorte mit Schlag, für 5,60 EUR . Und nein, nicht nur Touristen kommen hier her, auch Wiener lieben es hier zu speisen.
Café Sacher Café Sacher Sacher-Torte Café Sacher Sachertorte

Die Aussicht vom Dachboden des 25hours Hotel genießen

Dochboden im 25hours Hotel Lerchenfelder Str. 1, 1070 Wien

Montag bis Sonntag 15:00 bis 01:00 Uhr

U2, U3 Volkstheater

Die hippste Rooftop-Bar in Wien ist der Dachboden. Sie befindet sich im obersten Stockwerk des 25hours Hotels. Auf der Dachterrasse könnt ihr bei Kaffee oder Cocktails die spektakuläre Aussicht über die Innenstadt Wiens genießen. Gegen Abend wird es sehr voll, daher kommt ihr am besten vor 18:00 Uhr, um noch einen Sitzplatz zu ergattern.

Aussicht Dachboden Wien Aussicht Dachboden Wien Aussicht Dachboden Wien25hours_hotel_wien_017

Die Klassiker (Wien an einem Nachmittag)

Was macht man, wenn man für knapp vier Stunden in Wien verweilt? Einfach in eines der vielen Kaffeehäuser setzen, eine Wiener Melange trinken, ein Stück Sachertorte genießen, dem Wiener Dialekt lauschen und ein Buch lesen? Oder doch auf Erkundungstour gehen? Ich entschied mich für letzteres und so sah mein etwas chaotischer Plan aus:

Hundertwasser-Krawina-Haus

Hundertwasserhaus Kegelgasse 36-38, 1030 Wien

Den Ausgangspunkt der kleinen Tour durch Wien bildete das Hundertwasserhaus im 3. Bezirk. In Zusammenarbeit des Architekten Josef Krawina mit dem Maler Friedensreich Hundertwasser entstand an der Ecke Kegelgasse 34–38 und Löwengasse 41-43 ein buntes, begrüntes Märchenschloss inmitten von uniformen Häuserreihen. Die bunte Fassade ist mit dunklen Mosaikstreifen verziert und vereinzelt ragen hübsche, halbrunde Mini-Balkons hervor.

{Tipp}: Wenn ihr etwas mehr Zeit habt, könnt ihr das nur fünf Minuten entfernte Kunst Haus Wien in der Unteren Weißgerberstraße 13 besuchen. Dieses wurde ebenfalls von Hundertwasser entworfen und beherbergt die weltweit einzige permanente Präsentation seines Werkes.

Hundertwasser Haus

Wiener Stephansdom

Stephansdom Stephansplatz 3, 1010 Wien

Vom Hundertwasserhaus aus ging ich die Löwengasse entlang in die Hetzgasse, um mit der Tram 1 (Richtung Stefan-Fadinger-Platz) zum Schwedenplatz zu fahren. Nach wenigen Minuten erreichte ich über die Rotenturmstraße den Stephansdom im 1. Bezirk. Das wunderschöne Dach des Doms mit seinen bunten Dachziegeln in Zick-Zack-Form erinnern mich sehr stark an die bunten Ziegel der Matthiaskirche in Budapest. Wunderschön!

Stephansdom

Wiener Prater

Wiener Prater 1020 Wien

Ursprünglich wollte ich dem Prater keinen Besuch abstatten. Da ich aber so gut in der Zeit war, fuhr ich mit der Tram 1 und der Tram 0 dann doch in Richtung Praterstern.

Prater Wien

Stadtspaziergang entlang des Wiener Rings

Das nächste Ziel war der Wiener Ring. So ging es mit der Tram 0 und Tram 1 wieder zum Schwedenplatz, vorbei am Stephansdom, die Kärntnerstraße entlang in Richtung Staatsoper, um von dort aus die Ringtour zu starten: Staatsoper, Burgtheater, Parlament, Rathaus, Burggarten, Universität Wien, Votivkirche, Naturhistorisches & Kunsthistorisches Museum und MuseumsQuartier.

Wien

Café Landtmann

Café Landtmann Universitätsring 4, 1010 Wien

Täglich 07:30 bis 00:00 Uhr

Nach dem vielen Laufen, hatte ich mir eine kleine Auszeit wahrlich verdient und so kehrte ich in eines der letzten großen Ringstraßencafés, dem Café Landtmann, ein. Franz Landtmann hatte das elegante Café bereits im Jahr 1837 gegründet, das seit jeher ein beliebter Treffpunkt für Künstler, Politiker, Stars und Sternchen war. Dort bestellte ich mir die üblichen Verdächtigen: ein Wiener Schnitzel, einen Mozart Kaffee und einen Apfelstrudel mit Schlag – zu besten Touri-Preisen. Köstlich war’s.

Mozart Café

Weitere Tipps von meiner Kollegin Charlotte aus Wien:

Museum: Albertina
Restaurants: Café Leopold, Motto am Fluss, Café Ritter, Dots (Sushi), Albertina Passage
Cafés: Café Stein, Café Schwarzenberg
Bars: Café Europa, Café Liebling, Donau Bar, Tel Aviv Beach
Gerichte: Milchrahmstrudel, Buchteln (im Café Hawelka)
Platz: MuseumsQuartier
Aussicht: Terrasse des Sofitels
Bäckerei: Der Mann
Hotel: 25hours Hotel
Transportmittel: City Airport Train (CAT) für 12 EUR (Single-Ticket)

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3 Kommentare

  • Reply Kathi 20. September 2015 at 13:19

    Hach, wäre ich keine Wienerin, würde ich jetzt wirklich Lust auf diese Stadt bekommen ;). Für mich die schönste Stadt der Welt! Und es freut mich, dass ihr den Aufenthalt hier bei uns offenbar genossen habt!
    Liebe Grüße,
    Kathi

    • Reply Kathleen 20. September 2015 at 17:14

      Liebe Kathi, ja Wien ist einfach wunderbar! Obwohl ich Berlin sehr liebe, war es doch ein wenig, als würde mir ein Grauschleier von den Augen fallen, als ich in Wiens Zentrum unterwegs war :)

      Liebe Grüße
      Kathleen

  • Reply Linda 25. Oktober 2016 at 12:55

    Ihre Bilder sind wirklich toll. Sie zeigen den besten Platz in Wien, den ich je gesehen habe. Ich war in Wien zweimal, aber ich liebe noch in dieser Stadt!
    Liebe Grüße
    Linda

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