Myanmar

Wie leben eigentlich buddhistische Mönche?

2. März 2015 | ⌚ Lesedauer: ca. 2 Minuten

Der Liegende Buddha in der Chauk Htat Gyi Pagode

Am Vormittag nahmen wir von Downtown Yangon ein Taxi (3.000 Kyat) zum liegenden Buddha in der Chauk Htat Gyi Pagode. Der 72m lange und eingezäunte liegende Buddha zählt zu den größten Buddhafiguren Myanmars. Er ist beeindruckend mit seinen roten Nägeln, roten Lippen, blau geschminkten Augen, dem goldenen Kopfschmuck und seinem gold-orangenen Gewand, welches mit einer Bordüre aus Silbersteinen verziert ist. Seine Fußsohlen zieren rot-goldene Symbole.

Die Stimmung in der Halle war sehr angenehm und so verweilten wir noch etwas, um den Buddhisten und Mönchen beim Beten zuzuschauen und ein müdes Kätzchen auf dem Teppich zu streicheln.

Liegender Buddha in der Chauk Htat Gyi Pagode Liegender Buddha in der Chauk Htat Gyi Pagode Katze in der Chauk Htat Gyi Pagode

Durch die Zimmer der Mönche

Vor der Pagode trafen wir dann einen Mönch, der uns erfreut auf unsere Longyis ansprach. So kamen wir mit ihm ins Gespräch und er nahm uns mit in sein Kloster, welches in unmittelbarer Nähe lag. Sein Mönchsname ist Sandima und zusammen mit einem ranghohen Mönch und drei Helfern wohnt er in einem kleinen Haus auf dem Pagodengelände. Er bat uns herein und so nahmen wir im großen kargen Eingangsbereich Platz, der die Sicht auf einen goldenen Buddha-Schrein in einem Extra-Raum hinter einer Verglasung freigab. Sandima hatte früher für eine Reiseagentur gearbeitet und lebt nun seit einigen Jahren im Kloster.

Mönchskloster Empfangsraum Mönchskloster

Wir waren neugierig und da wir schon mal da waren, wollten wir uns auch ansehen, wie die Mönche hier schlafen und leben. Vorsichtig fragten wir, ob es möglich wäre, auch noch die anderen Räume des Hauses zu sehen. Dies war kein Problem und so wurden wir durch weitere Räume geführt. Alles ist sehr karg und einfach eingerichtet. In der Küche stapelt sich Brennholz, welches die Helfer zusammentragen. Die Kochstelle ist sehr ursprünglich und einfach gehalten und überall liegen Schüsseln rum. In dem Haus selbst gibt es keine Toilette, die befindet sich im Garten.

Kochstelle Mönchskloster Mönchsraum Zimmer Mönche

Sandima erzählte uns, dass er noch 1,5 Jahre im Kloster bleiben und danach entscheiden möchte, ob er für immer bleibt. Auf dem Weg zum Meditationszentrum zeigte er uns eine kleine Ecke, in der verschiedene Nats dargestellt sind. Nats sind übernatürliche Wesen und Geister, die in Myanmar hoch verehrt werden.

Im Meditationszentrum

Danach gingen wir weiter und erreichten nach ungefähr zehn Minuten das Meditationszentrum. Im ersten Meditationsraum saßen nur Nonnen und Buddhistinnen, welche gemäß der Kleiderordnung einen braunen Longyi, eine weiße Bluse und einen braunen Schal trugen. Im zweiten meditierten nur Buddhisten und Mönche. Wir versuchten auch, eine entsprechende Sitzhaltung einzunehmen und zehn Minuten zu meditieren, aber daran müssen wir noch arbeiten. Danach gaben wir Sandima eine Spende und machten uns auf den Weg zurück zum Hotel, denn es wartete bereits ein weiteres Reiseziel auf uns: Mandalay.

Novizen in Myanmar Umgebung der Chauk Htat Gyi Pagode Meditationszentrum Yangon

Folgende Reiseberichte werden euch auch interessieren

Schreibe den ersten Kommentar

Jetzt den Beitrag kommentieren