Myanmar

Von Yangon nach Mandalay

3. März 2015 | ⌚ Lesedauer: ca. 3 Minuten
landkarte

Die beiden Städte Yangon und Mandalay trennen stolze 650 km voneinander. Da die Infrastruktur in Myanmar bei Weitem nicht mit der in Europa vergleichbar ist, stellt diese Distanz beim Reiseweg über die Straßen ein mehrere Stunden dauerndes Abenteuer dar. Für uns stellte sich die Frage, ob wir den Weg nach Mandalay per Bus, Bahn oder Flug hinter uns bringen wollen.

Nachdem uns die Fahrt mit der Circle Line rund um Yangon die Vorzüge des myanmarischen Eisenbahnnetzes nähergebracht hatte und die Fahrt per Nachtzug einen Ritt über fast 15 Stunden in Aussicht stellte, verwarfen wir diese Option sehr schnell. Nach einem kurzen Gespräch mit der Rezeption unseres Hotels entschlossen wir uns für die Option Bus. Nur blieb noch die Frage zu klären, ob am Tag oder lieber in der Nacht. Unserem straffen Reiseplan war es mit geschuldet, dass wir uns ein Ticket für den Nachtbus nach Mandalay besorgen ließen. Zur Wahl standen unterschiedliche Uhrzeiten. Wir entschieden uns für den Bus um 21:00 Uhr, der uns in knapp acht Stunden nach Mandalay bringen sollte.

Anreise zum Busbahnhof

Da der März nicht zur Hauptreisezeit für Myanmar zählt, konnten wir relativ kurzfristig die Tickets für knapp 19.000 Kyat erstehen. Grundsätzlich gilt allerdings, sich eher früher als später um ein Ticket zu kümmern. Unsere Reise startete vom Busbahnhof im Norden von Yangon, grob in Richtung des Flughafens. Bei der Fülle an Busunternehmen ist es ratsam, dem Taxifahrer vom Hotel den Namen geben zu lassen. Von unserem Hotel in Downtown Yangon lag das Busterminal eine gute Stunde Fahrtzeit und 10.000 Kyat entfernt.

Bus Myanmar

Von anderen Reisenden hatten wir bereits gehört, dass viele moderne Busse auf der Strecke eingesetzt werden. Doch was uns am Schalter von Boss Express erwartete, übertraf unsere Erwartungen bei Weitem: Ein sauberer Warteraum mit kostenfreiem WLAN und ein brandneuer Bus mit Liegesitzen und Entertainmentsystem, das man in der Form in Europa selten findet. Und kein Vergleich zu den doppelstöckigen Schlafbussen, die uns während unserer Reise durch Vietnam von A nach B brachten und schlaflose Nächte bereiteten. Da wir deutlich vor den empfohlenen 45 Minuten vor Abfahrt am Busbahnhof eintrafen, blieb uns noch Zeit das geschäftige Treiben zu beobachten.

Mit dem Bus über den Yangon-Mandalay Expressway

Nachdem uns im Bus noch Snacks und Getränke kostenlos serviert wurden, ging es los. Bei allem Komfort des Busses hätten die Straßen Myanmars noch schlaflose Nächte bedeuten können. Doch diese waren aufgrund des 2010 freigegebenen Yangon-Mandalay Expressway in deutlich besserem Zustand als erwartet. Ich spüre die Straße während ich gerade diesen Beitrag schreibe, doch es ist gut auszuhalten und vor unserem 30-minütigen Stopp nach 2,5 Stunden Fahrt habe ich Schlaf finden können. Da wir von fahrenden Kühltruhen auf den Straßen gehört hatten, steckten wir vorsorglich eigene Decken ein, doch auch im Bus lag für jeden eine Decke bereit. Trotzdem waren Hoodie, Schal und dicke Socken eine sehr gute Idee.

{Tipp}: Das Entertainmentsystem bietet einen USB-Anschluss, den ihr zum Laden verwenden könnt. Wenn ihr während der Fahrt Hunger bekommt, bietet der Rastplatz noch einige Essensmöglichkeiten und dank der vom Busunternehmen zur Verfügung gestellten Zahnbürsten samt Waschtuch muss auch eure Zahnpflege nicht ausfallen.

Folgende Reiseberichte werden euch auch interessieren

Schreibe den ersten Kommentar

Jetzt den Beitrag kommentieren