Myanmar

Ausflug nach Mingun

4. März 2015 | ⌚ Lesedauer: ca. 2 Minuten

Zusammen mit dem ehemaligen Patenkind eines Verwandten machten wir uns auf den Weg zum Jetty von Mandalay, um von dort in Richtung Mingun aufzubrechen. Mingun wird – Überraschung – aufgrund der dortigen Pagoden als Halbtagsausflugsziel empfohlen. Wie der Zufall so will, besitzt die Familie unserer myanmarischen Begleitung ein eigenes Boot, welches uns in knapp einer Stunde nach Mingun brachte. Bereits aus der Ferne sahen wir die durch ein Erdbeben zerstörte und nie vollendete Mingun-Pagode (Mantara Gyi-Pagode). Mit ihren 50 Metern Höhe überragt sie die umliegenden Bauwerke deutlich. Am Ufer angekommen, erwartete uns eine ganze Schar Einheimischer mit Ständen und den obligatorischen Souvenirs. Wir fühlten uns direkt wie im Tourigebiet angekommen.

{Tipp}: Für das Areal ist ein Zoneneintritt in Höhe von 3.000 Kyat zu zahlen. Das Ticket könnt ihr euch allerdings getrost sparen, da das Gelände zum einen offen ist und zum anderen niemand nach Tickets fragt.

Mingun-Pagode (Mantara Gyi-Pagode)

Barfuß erklommen wir die Mingun-Pagode über die steilen Treppen. Oben angekommen, kletterten und liefen wir über die durch das Erdbeben heruntergefallenen Steinblöcke. Es ist wirklich faszinierend, dass das gesamte Bauwerk aus Ziegelsteinen gebaut wurde. Auf dem Dach der Pagode genossen wir die Aussicht auf den Fluss und die umliegende Landschaft.

Mingun Pagode Pagode Mingun

Die größte hängende Glocke der Welt

Nach dem größten Ziegelhaufen der Welt ging es zur größten funktionstüchtigen Glocke der Welt. Nach dem Ticket wurden wir nicht gefragt und nach wenigen Minuten zog es uns bereits weiter. Der Himmel verdunkelte sich, das lag nicht nur an der Uhrzeit. Es sah nach Regen aus und wir sollten bald zurück zum Boot. Aber ein Stopp stand uns noch bevor.

Die Hsinbyume-Pagode (Myantheindan-Pagode)

Die Pagode beeindruckte uns besonders durch ihre strahlend weißen wellenartigen Terrassen. Spuren eines Erdbebens sind vor allem im Außenbereich zu sehen. Die ehemaligen Torbögen sind halb zerfallen, versprühen dadurch allerdings einen einzigartigen Charme.

Da der Himmel zu grollen begann, brachte uns ein Pick-up zurück zum Boot. Gefühlt war das einer der teuersten Trips unserer bisherigen Reise. Für die knapp vierminütige Fahrt verlangte der Fahrer 3.000 Kyat. Das gab Karma-Minuspunkte, aber wir mussten los und wollten nicht diskutieren.

Kurz vor Mandalay begann es zu regnen. Und nachdem wir uns von unserer Begleitung verabschiedet hatten, fegte plötzlich ein Sandsturm durch die Straßen und riss allerlei Kleinigkeiten mit sich. Im Hotel angekommen, hieß es erstmal Füße waschen. Den Abend ließen wir dann im Restaurant Mann (83rd Street) ausklingen.

Mingun weiße Pagode

Mingun Mingun Pagode weiß

Folgende Reiseberichte werden euch auch interessieren

Schreibe den ersten Kommentar

Jetzt den Beitrag kommentieren